Übersäuerung

Übersäuerung

 

(Bio)chemische Reaktionen laufen bei einem bestimmten pH-Wert ab. Damit in unserem Körper täglich tausende dieser lebenswichtigen Reaktionen ablaufen können, ist er pH-neutral. Das Blut spiegelt diesen pH-Wert mit 7,4 wieder, also fast genau die Mitte der von 1-15 reichenden pH-Skala.

Säuren haben einen niedrigeren pH-Wert als 7,5 und bilden in Wasser Wasserstoffionen (H+). Es gibt sehr viele Säuren, z.B. Ascorbinsäure, die Fettsäuren und Aminosäuren, die alle sehr wichtig für uns sind.

Laugen haben einen höheren pH-Wert als 7,5 und sind die Hydroxide (OH-) in wässrigen Lösungen (Basen). Sie können nur durch Metalloxide entstehen, die wir hauptsächlich als (Erd-)Alkalimetalle in Pflanzen zu uns nehmen.

Die Übersäuerung unseres Körpers bildet den Boden für fast alle Krankheiten: Infektionen, Diabetes, Gelenkbeschwerden, Bluthochdruck, Verspannungen, Hautkrankheiten, psychische Erkrankungen und Krebs.

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Es gibt verschiedene Formen der Übersäuerung (Azidose):

1. Eine respiratorische Azidose (Übersäuerung durch schwache Atmung) entsteht durch alle Krankheiten, die die Atmung behindern z.B. chronische Bronchitis, Asthma, Lungenemphysem (COPD) und durch Ängste(!), weil sie zu einer Verspannung des Zwerchfells führen.

2. Eine metabolische Azidose (stoffwechselbedingte Übersäuerung) entsteht durch zu wenig Pflanzenkost, bzw. zu viel Fleisch- Milch-, Eiweiß- und Zuckerkonsum, aber auch in Fasten- und Abnehmzeiten sowie durch das sprichwörtliche “Sauerwerden”.

Ein weiteres Problem hier ist das “Nachtrinken” nach dem Essen, mit dem wir unsere Magensäure noch vor Beenden des Verdauungsvorgangs in den Darm spülen, wo sie vom Blut aufgenommen wird.

Die Symptome von Übersäuerung sind außer durch Krankheiten kaum spürbar. Menschen mit ausgeprägtem Körpergefühl können sie als schlechtere Tiefenentspannung oder als feines “Brennen” wahrnehmen.

Zur Diagnose von Übersäuerung eignen sich pH-Streifen mit einem Meßbereich von 5,5 – 9,5 o.ä., die einfach kurz morgens, mittags und abends mit ein paar Tropfen Urin benetzt werden. Daraus den Mittelwert errechnen und schon haben wir das Ergebnis. Ideal ist ein Mittelwert von 7,5pH. Die meisten Patienten liegen eher bei 5,5 – 6pH, was viel zu sauer ist. Ein pH-Wert von 6,5 ist 10 mal so sauer, wie ein pH-Wert von 7,5 und 5,5pH ist sogar 20 mal so sauer wie 7,5pH.

Die Therapie der Übersäuerung richtet sich nach ihren Ursachen:

Atemschwächen müssen, wenn möglich, behandelt werden.

Die Ernährung sollte umgestellt werden, da es meist die schädlichen Nahrungsmittel sind, die zur Übersäuerung führen. Auch die schlechte Angewohnheit des Trinkens direkt nach dem Essen sollte abgestellt werden.

Was darnach noch an Übersäuerung zu messen ist, kann mit Basica eingestellt werden. Z.B. Bullrich Vital, hier sind im Boden der Packung auch gleich die Indikatorstreifen zur Messung dabei.

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Die Basica sollten etwa eine halbe Stunde vor dem Essen eingenommen werden, um die Salzsäure des Magens nicht bei der Verdauung zu stören, es sei denn, sie sind magensaftresistent d.h. sie lösen sich erst im Dünndarm auf.

Starke Übersäuerungen sollten, wie in der Schulmedizin auch, durch direkte Gaben von Soda (Natriumbikarbonat = Natriumhydrogenkarbonat = Natron) ausgeglichen werden.

Euer olli

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