Kleiner Oder Großer Heilpraktiker?

Die Menschen, die sich für die Heilpraktikerausbildung entscheiden, stehen häufig vor folgender Frage: Kleiner oder großer Heilpraktiker?

Hinter dem so genannten „kleinen“ Heilpraktiker verbirgt sich die Ausbildung zum Psychotherapeuten nach dem Heilpraktikergesetz und ist mit einem Gesprächstherapeuten vergleichbar. Der so genannte „große“ Heilpraktiker umfasst die komplette Heilpraktikerausbildung und ist mit einem Arzt vergleichbar. Erfahrungsgemäß wissen außerdem einige Menschen nicht, dass sie mit der kompletten Heilpraktikerausbildung auch als Psychotherapeut nach dem Heilpraktikergesetz arbeiten können, da die Ausbildung dies mit einschließt. Wo liegen also nun die Vorteile?

Viele Menschen sagen sich, dass sie ausschließlich psychotherapeutisch arbeiten wollen und das ganze Wissen bezüglich der Anatomie, Pathologie, körperliche Zusammenhänge etc. nicht benötigen. Die Ausbildung zum „kleinen“ Heilpraktiker ist daher kürzer und somit kostengünstiger. Was viele jedoch nicht wissen oder einfach nicht berücksichtigen ist, dass die Behandlungsmöglichkeiten für den „kleinen“ Heilpraktiker extrem eingeschränkt sind. Körperliche Untersuchungen, die Gabe von zum Beispiel Bachblüten oder Homöopathien sind nicht erlaubt.

Wer als Psychotherapeut nach dem Heilpraktikergesetz arbeitet, darf seine Patienten weder bei der Untersuchung, noch bei der Behandlung/Therapie anfassen. Diverse Therapieverfahren bewegen sich in der so genannten Grauzone. Diese Einschränkungen hat der „große“ Heilpraktiker nicht. Er darf seine Patienten bei der Untersuchung und Behandlung anfassen, darf Bachblüten, Homöopathien etc. verabreichen und es gibt für ihn keine Grauzone.

Wer ganzheitlich arbeiten will, kann dies aufgrund der aufgeführten Einschränkungen als Psychotherapeut nach dem Heilpraktikergesetz nicht. Die Behandlung erstreckt sich ausschließlich auf Gespräche. Dies wiederum hat häufig eine geringe Patientengewinnung zur Folge. Wer kontinuierlich Patienten gewinnen und ihnen mehr bieten möchte, dem ist die komplette Heilpraktikerausbildung zu empfehlen.

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