Die Original Heilpraktikerpruefung von Oliver Knefel

Original Heilpraktiker Prüfungsfragen von Oliver Knefels mündlicher Heilpraktikerprüfung als Transkrikpt

Prüfungsort-/zeit: November 2001, Hamburg-Bergedorf

Intensivvorbereitung auf die Amtsarztprüfung – 10 DVDs

Prüfungstrainer für Heilpraktiker, CD-ROM mit über 4000 Fragen


Abkürzungen:

  • „O“ = Oliver Knefel

„P“ = Prüfer

  • O: Knefel ist mein Name.

P: So, Sie sind die Nr.3. Haben Sie gut hergefunden?

  • O: Ja, danke. Es war jetzt viel Verkehr am Freitagnachmittag.

P: Spors ist mein Name, ich bin der Amtsarzt hier in Bergedorf und soll Sie ja kennen lernen. Ich habe Ihren Lebenslauf hier, Herr Knefel. Sie stammen ja aus Schwäbisch Hall, das ist Baden Württemberg, nicht?

  • O: Genau.

P: Da haben Sie dann die Schule besucht. Dann sind Sie so mit12-13 Jahren nach Hamburg gekommen und sind dann hier in der Nähe gewesen, im Hansa-Gymnasium.

  • O: Genau.

P: Dann haben Sie eine Zeitlang dort die Schule besucht und sind dann Zweiradmechaniker geworden mit Gesellenprüfung. Wo war denn der Bergedorfer Motorservice?

  • O: Im Weidenbaumsweg, in der Suzukivertragswerkstatt.

P: Da waren Sie bis Anfang der neunziger Jahre. Dann sind Sie selbständig gewesen, dann waren Sie vier Jahre bei Marcks, anschließend wieder Selbständigkeit im KfZ-Gewerbe und ab 2001 sind Sie zur Heilpraktikerausbildung zu Frau Rommel gegangen. Wie oft waren Sie da in der Woche?

  • O: Dreimal in der Woche.

P: Wie kam das?

  • O: Der Lebenslauf ist unvollständig, ich habe ihn in Eile aufgeschrieben. Ich habe mich schon seit Jahren mit Entspannungstechniken, mit Yoga und mit Meditation, beschäftigt. Ich habe auch anderen Leuten dies beigebracht, zum Beispiel Autogenes Training. Dadurch bin ich in den medizinischen Bereich reingekommen. Durch das Vermitteln der Entspannungstechnik habe ich gemerkt, dass die Menschen mit Sachen zu einem kommen, bei denen sie denken, dass sie diese mit Entspannungstechniken in den Griff bekommen, die dann aber nicht unbedingt dadurch in den Griff zu kriegen waren. Wir hatten zum Beispiel eine Frau da, die versuchte durch das autogene Training ihre Nervosität in den Griff zu bekommen und ich habe mich immer gewundert, warum es bei ihr nicht klappt. Bei vielen Anderen vorher hat es immer geklappt aber bei ihr ging es irgendwie nicht. Sie hat auch zu Hause geübt, aber auch das klappte nicht. Die Frau war übernervös, ihr war immer sehr heiß und Sie können sich ja schon denken, was kommt, die Frau hat eine Schilddrüsenüberfunktion gehabt. Da sind wir zuerst natürlich gar nicht drauf gekommen, da wir medizinisch nicht gebildet waren. Wir haben sie dann aber zum Arzt geschickt und der hat dann diese Überfunktion online kamagra festgestellt. Mit der Hyperthyreose kann man es versuchen, mit Meditation und autogenem Training, aber da kommt man nicht gegen an gegen diese Nervosität.

P: Schön. So, Herr Knefel, ich erzähle kurz wie wir gleich verfahren wollen. Wir nehmen uns etwas Zeit, so 20 Minuten und gehen Praxisabläufe durch. Jemand kommt und hat diese und jene Beschwerden und Sie entwickeln daraus Ihre Fragen, Kenntnisse und Verdachtsdiagnose. Sie machen auch Differenzialdiagnose mit Querverbindungen. Den Ablauf nehme ich auf als Protokoll, wobei dies nachher wieder gelöscht wird. Ich sage zum Schluss auch gleich die Einschätzung. Wie war die schriftliche Prüfung?

  • O: Schwer, ich fand sie sehr schwer. Ich habe mich gut darauf vorbereitet und trotzdem nur knapp bestanden.

P: Ja. (Dann Stille, der Prüfer überlegt) - Da ist ein älterer Herr, der mit seiner Frau zu Ihnen kommt. Die Frau ist schon seit längerer Zeit Patientin bei Ihnen, daraus ergibt sich das auch. Er ist seit einiger Zeit nicht mehr so fit. Er hat seine Aufträge, soll zum Beispiel auch einkaufen. Die Frau sagt, dass es länger dauert. Er versucht es zu umgehen, es strapaziert ihn wohl zu sehr. Liegt es am Alter oder liegt etwas anderes dahinter, das frage ich Sie, Herr Knefel.

  • O: Wie alt ist er denn?

P: Er ist 70, kommt hier herein, erst mal unauffällig, wirkt etwas älter, wirkt wie 75 Jahre.

  • O: Und er vergisst jetzt in letzter Zeit öfter was?

P: Nein, das kann man nicht sagen. Die Liste ist komplett abgearbeitet. Die Vergesslichkeit ist nicht im Vordergrund, nur die körperliche Belastbarkeit.

  • O: Dann würde ich mal den Blutdruck bei ihm messen.

P: Der Blutdruck ist 170/95 mm/Hg.

  • O: Gut. Das ist auch schon ganz schön hoch, aber für sein Alter… Jetzt würde ich fragen, ob er noch andere Beschwerden hat.

P: Ja! Eine Dreier-Situation, wie gehen Sie vor? Die Frage stellt sich ja schon vorher. Wir sitzen anfangs zu dritt im Zimmer. Wollen Sie zu dritt auch die 2. Frage stellen? Oder wie handhaben Sie das? Oder ist es egal?

  • O: Es ist seine Frau, also warum nicht.

P: Das muss man sehen, darüber muss man sich Gedanken machen, auch wegen der Themen.

  • O: Vielleicht sollte ich sogar doch mit dem Patienten allein sprechen.

P: Ja, da kommt dann vielleicht mehr, kommt darauf an. Weitere Beschwerden,
ja, das Gehen ist sehr schwer geworden.

  • O: Sie meinen das Treppensteigen.

P: Das Treppensteigen geht so. Sie wohnen im 3. Stock und das ist vielleicht etwas langsamer. Aber bei den Strecken ist er jetzt auf den Bus umgestiegen.

  • O: Da würde ich ihn fragen, ob er Beschwerden hat, wenn er unterwegs ist.

P: Sie sind ja zu dritt und Sie merken, dass er nicht ganz darauf eingeht, er weicht etwas aus. Aber Sie spüren schon, da mag was sein.

  • O: Es könnte ja sein, dass er zum Beispiel diese Schaufensterkrankheit hat, dass er unterwegs öfter mal stehen bleiben muss und deswegen für das Ganze länger braucht.

P: Wie würden Sie das jetzt einkleiden, wie würden Sie das jetzt in dieser Situation anbringen?

  • O: Schaut er zwischendurch gern in die Schaufenster?

P: Merken Sie, dass die Frau da nicht mehr mit dasteht für so eine Antwort. So etwas gibt es.

  • O: Vielleicht sollte man sie dich rausschicken und mit dem Patienten allein sprechen.

P: Wie machen Sie das? Das ist ja Ihre Patientin.

  • O: Ich würde sie einfach fragen, ob ich mit ihrem Mann mal allein sprechen kann.

P: Die Frau zeigt wenig Verständnis, sie sind ja schon lange verheiratet. Was würden Sie dann machen? Sie sind ja Therapeut. Diagnostiker und Therapeut, Sie stellen ja nicht nur Fragen. Können Sie auch was anderes machen?

  • O: Ich würde ihn in das Untersuchungszimmer nach nebenan bitten.

P: So, sehr schön, so machen wir das. Würden Sie ihn dann untersuchen oder würden Sie weiter fragen wollen?

  • O: Also wenn ich jetzt mit ihm allein bin, würde ich schon noch genauer fragen.

P: Also es ist so, wie Sie schon vermutet haben, nach 500 bis 600 Metern macht er Pausen. Es tut dann so weh im linken Bein. Ist das was Schlimmes? Das ist das Nächste, was er fragt.

  • O: Erst mal nicht, es ist ja wahrscheinlich die chronische arterielle Verschlusskrankheit. Dann müsste ich ihn auf jeden Fall zur Abklärung zum Arzt schicken, der eine Angiographie macht, eine Gefäßaufnahme.

P: Ja. Sie legen ja großen Wert auf das, was er Ihnen berichtet. Das kann man so machen. Sie sind ja im Untersuchungszimmer, wenn Sie das noch irgendwie versuchen zu objektivieren.

  • O: Ja, es gibt da diese Untersuchungsmethode, ich glaube Lagerung nach Ratschow.

P: Wie auch immer.

  • O: Der Patient legt sich hin, streckt die Beine nach oben und kreist dann mit den Füssen. Bei dem Bein, wo die periphere arterielle Verschlusskrankheit ist, da würde er das nicht allzu lange aushalten, moneygram vegas da würde er Schmerzen kriegen.

P: Das ist ja Stress hoch zehn bei einem so alten Menschen. Aber so kann man das auch machen, das ist richtig.

  • O: Ja gut, man muss es natürlich nicht übertreiben. Sobald was weh tut, setze ich ihn hin und beobachte, wie lange es dauert, bis das Bein wieder rot wird. Es wird ja blass von der Arbeit in der Luft und es sollte in relativ kurzer Zeit wieder rot werden, nicht allzu lange blass bleiben.

P: Ziemlich guter Test, den kenne ich auch noch. Können Sie auch was anderes machen, etwas bequemer für den Patienten?

  • O: Wir können den Blutdruck in buy propecia on line den Beinen messen, das geht, glaube ich, auch. Der müsste dann an dem Bein, wo der Verschluss vermutet wird, eigentlich cheap clomid online Without Prescription geringer sein. Wobei es sich dabei ja nicht um einen akuten Verschluss handelt, da fehlen dann ja regelrecht die Fußpulse. Das ist dann aber auch ein Notfall. Aber er hat ja vermutlich diese chronische AVK.

P: Wo sind denn bei jemandem die Pulse zu spüren?

  • O: Am Bein, am Fußrücken, am Dorsalis pedis, glaube ich.

P: Ja, prima, sehr schön.

  • O: Und im Knie, in der Kniekehle ist es der Poplitea.

P: Gut, das bietet sich doch an, oder?

  • O: Ja.

P: Machen Sie auch einen Seitenvergleich. Die Pulsqualität ist ja eine alte Domäne in der Naturheilkunde. Das ist auch nicht so stresshaft wie dieser andere Belastungstest. Auf der betroffenen Seite ist dann eine Abschwächung. Sie sind zwar noch da, aber es ist eine Abschwächung.

  • O: Ja, bei einem akuten Verschluss hätte er noch andere Symptome. Das wäre einmal Blässe, dann wahrscheinlich Parästhesien, unter Umständen Lähmungen, starke Schmerzen und das ist ein Notfall, das kann bis zum Absterben des Beines gehen.

P: Ja, gut, sehr gut. Da haben Sie sich der Sache so angenommen, sind dies auch noch mit ihm allein durchgegangen, dann auch noch zwei Untersuchungsmethoden vorgebracht und, so verstehe ich Sie auch, sich auch noch einen Eindruck gemacht.
Was könnte dann sonst noch das Gehen erschweren? Wir müssen ja auch ein bisschen Differenzialdiagnose berücksichtigen.

  • O: Beinvenenthrombose könnte das auch noch machen.

P: Ja, sehen Sie, toll, prima.

  • O: Aber eine tiefe Beinvenenthrombose wäre zum Beispiel auch wieder ein Notfall, weil da eine Lungenembolie droht. Also da muss ich eigentlich gleich ans Telefon. Das Bein wäre aber bläulich-livide verfärbt, zumindest wäre der Umfang etwas vergrößert, überwärmt. Da könnten wir dann die verschiedenen Zeichen für prüfen: Payr-, Meyer- und das Homannzeichen. Diese müssten dann positiv sein, zumindest teilweise.

P: Genau, prima.
So, das interpretiere ich richtig, dass Sie da vor allem nach dem Ergebnis auf eine chronische arterielle Verschlusskrankheit tippen und das auch weiter abklären lassen.

  • O: Ja, zum Arzt, der dann eine Gefäßdarstellung macht.

P: So passiert das auch und er kriegt dann auch eine Gefäßoperation.

  • O: Es droht ja auch anderswo. AVK bezieht sich ja nicht auf ein Körperteil, sondern da, wo er es gerade merkt. Also es kann natürlich überall noch weitergehen. Er kann An
    gina pectoris Anfälle kriegen, bis hin zum Herzinfarkt, vielleicht sogar Schlaganfälle oder diese transischämischen Attacken. Er muss überhaupt auf diese Sachen achten, der Blutdruck darf nicht zu hoch sein, die Risikofaktoren für Arteriosklerose sollten möglichst gering gehalten werden.

P: Gab es mal einen Notfall, wo Sie helfen mussten?
Sie fahren allein mit dem Wagen und sehen einen älteren Herren, der mit dem Fahrrad kippt. Er kippt vom Fahrrad und liegt da.

  • O: Da komme ich jetzt dazu.
  • Ja, ich werde erst mal die Bewusstseinslage prüfen. Als aller erstes würde ich ihn ansprechen, ob er noch bei Bewusstsein ist.

P: Darauf reagiert er nicht.

  • O: Er ist nicht bei Bewusstsein. Dann würde ich die Vitalfunktionen prüfen. Ob Atmung da ist bzw. ob das Herz schlägt.

P: Wie machen Sie das?

  • O: Die Atmung prüfe ich, in dem ich den Brustkorb und den Bauch prüfe, ob da Bewegung ist. Den Herzschlag prüfe ich am schnellsten, glaube ich, an Karotiden.

P: Ja, Puls ist da, Atmung ist auch da, Bewusstsein ist nicht da. Was würden Sie jetzt machen?

  • O: Dann sollten wir ihn in der stabilen Seitenlage lagern und gucken, ob irgendwas im Mund ist und den Kopf überstrecken. In die stabile Seitenlage, damit er nicht, falls er erbricht, irgendwas davon einatmet und vielleicht daran ersticken könnte oder zumindest im Nachhinein eine Aspirationspneunomie davon bekommt. Und so schnell wie möglich den Rettungswagen rufen.

P: Rettungswagen? Oder?

  • O: Ja, den Notarzt.

P: Eben.
Ja, ich gratuliere, Herr Knefel. Ich mache es kurz jetzt, da Sie bestanden haben. Ich teile das dann mit und von Hamburg kriegen Sie dann den Bescheid.

  • O: Dankeschön, super. Ich wünsche einen schönen Tag noch, tschüss.

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